Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

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11. Januar 2010

Pressemitteilung

Neuer Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie


Vorstellung von Prof. Dr. med. Dieter Rixen als Nachfolger von Dr. med. Reinhold Ziegelmüller Seit dem 01. Januar 2010 hat die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie einen neuen Chefarzt. Prof. Dr. med. Dieter Rixen ist Nachfolger von Dr. med. Reinhold Ziegelmüller. Prof. Dr. Rixen ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatz-Weiterbildung der Speziellen Unfallchirurgie.

Der 47-jährige verheiratete Familienvater von drei Kindern wurde in New York geboren und verbrachte die ersten Jahre seines Lebens in den USA. Er absolvierte sein Medizinstudium in Hamburg und begann seine chirurgische Ausbildung im Jahr 1989 im Klinikum Köln-Merheim. Seine Weiterbildungen hat er am Klinikum Köln-Merheim (Maximalversorger) und in Anbindung an die Universität Köln und Witten/Herdecke absolviert. 1998 erhielt er die Anerkennung zum Facharzt im Fachgebiet Chirurgie. 2001 wurde er zum Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie im Krankenhaus Köln-Merheim, Lehrstuhl der Universität Witten/Herdecke, ernannt. Nach drei Jahren Berufserfahrung als
Oberarzt ist er 2004 zum leitenden Oberarzt für den Bereich der Unfallchirurgie,
Orthopädie und Sporttraumatologie ernannt worden, wo er bis 31. Dezember 2009 tätig war.

Durch seine intensive Tätigkeit in der Unfallchirurgie erwarb er 2006 die Qualifikation zur Anerkennung des Facharztes im Schwerpunkt Orthopädie und Unfallchirurgie und Spezielle Unfallchirurgie. 2006 erhielt er die Professur an der Universität Witten/Herdecke sowie die Weiterbildungsbefugnis zur Speziellen Unfallchirurgie.

Sein breites klinisch-operatives Profil umfasst die gesamte moderne Traumaversorgung aller Altersstufen. Seine Schwerpunkte sind minimalinvasive und arthroskopische Eingriffe, sowie die Endoprothetik. Sein spezielles Interesse gilt dem Kniegelenk. „Für mich steht der Patient im Mittelpunkt. Ich lege sehr viel Wert auf eine hohe fachliche Qualität, sowie auf persönliche, individuelle Patientenbetreuung“, erklärt Herr Prof. Dr. Rixen.

Durch seine vielen Erfahrungen im Bereich der Unfallchirurgie und Orthopädie kann Prof. Dr. med. Dieter Rixen das bisherige umfangreiche Leistungsangebot der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie fortsetzen und zukunftsorientiert das Spektrum erweitern.

 



12.10.2009

Pressemitteilung

Sperrung des Besucherparkplatzes am St.-Marien-Hospital

Das St.-Marien-Hospital Lünen wird ab Montag, dem 12.10.2009, den Besucherparkplatz an der Altstadtstraße, gegenüber dem Aktivum!, für Patienten und Besucher bis auf weiteres sperren.

Die Verlegung der neuen Biogasleitungen durch die Stadtwerke Lünen und erforderliche Instandsetzungsarbeiten an der Fahrbahn führen dazu, dass vorübergehend Parkplätze verloren gehen. Die verbleibende Parkfläche wird dann nur noch den Mitarbeitern des St.-Marien-Hospital zur Verfügung stehen.

Damit es zu keinem Parkchaos in den umliegenden Straßen kommt, bittet das St.-Marien-Hospital alle Patienten und Besucher, das neue Parkhaus am St.-Marien-Hospital über die Konrad-Adenauer-Straße direkt an zu fahren und zu nutzen. Ortsfremde werden durch einen Servicemitarbeiter, der sich an der Einfahrt zum Besucherparkplatz aufhält, zum Parkhaus geleitet.

Patienten und Besucher müssen durch die Nutzung des Parkhauses keinerlei Einschränkungen in Kauf nehmen: Im neuen Parkhaus sind ausreichend freie Parkplätze vorhanden, die sehr bequem zu erreichen sind. Der Besucherparkplatz hat eine Kapazität von ca. 300 Stellplätzen, in dem neuen Parkhaus stehen über 500 Parkplätze zur Verfügung. Die Gehstrecke vom neuen Parkhaus zum Haupteingang des St.-Marien-Hospitals bzw. vom Besucherparkplatz zum Haupteingang sind nahezu gleich lang.

 



Parkhaus am Klinikum Lünen

Seit dem 01. Juli 2009 existiert das neue Parkhaus am Klinikum Lünen- St.-Marien-Hospital. Es stehen für unsere Patienten und Besucher 500 zusätzliche Parkplätze zur Verfügung. Das Parkhaus hat 24 Std. geöffnet und wird durch zwei Parkwächter überwacht, die durch Monitore jedes Parkdeck einsehen können.

Sowohl für Behinderte und Frauen als auch für Mütter mit Kindern sind separate Parkplätze ausgewiesen und können bequem durch eine 6,50m breite Fahrspur er-reicht werden.

Die Parkdecks sind leicht über Aufzüge zu erreichen. Wer diese nicht nutzen möchte, hat die Möglichkeit das lichtdurchflutete Treppenhaus zu nehmen.
Die Kosten im Parkhaus belaufen sich auf 1,30€ pro Stunde, wie auch auf dem „altbewährten“ Krankenhausparkplatz.

In Folge des neuen Parkhauses wurde die Fahrbahn verändert und die Ampelanlage versetzt. Somit ist eine Zufahrt aus beiden Fahrtrichtungen von der Konrad-Adenauerstraße gegeben.

 



 

Klinik I betritt neuen Behandlungspfad

Standardisiertes Verfahren soll für weniger "Papierkrieg", mehr Übersicht und eine bessere Qualitätskontrolle sorgen

Lünen. Mehr Übersichtlichkeit, weniger "Papierkrieg" und eine bessere Selbstkontrolle - dafür soll ein neues, standardisiertes Behandlungsverfahren in der Chirurgischen Klinik I am St.-Marien-Hospital sorgen. Die Versorgung von Leistenbrüchen, Gallenblasen- und Schilddrüsenoperationen wird ab sofort mit Hilfe von so genannten klinischen Behandlungspfaden vorgenommen.

"Das ist eine kleine Revolution, eine grundlegende Änderung der Strukturen", erklärt Priv. Doz. Dr. Roland Kurdow, Chefarzt der Chirurgischen Klinik 1. Eingeführt wurde sie zunächst für die drei genannten Krankheitsbilder, die als Standarderkrankungen gelten - also im Normalfall, solange es keine Komplikationen gibt, immer gleich ablaufen.

"Ein lernendes System"

Ist einmal die Entscheidung getroffen, einen Patienten mit einer dieser Standarderkrankungen zu operieren, wird der entsprechende Pfad ,.beschritten". Ausgearbeitet und festgelegt haben ihn Ärzte und Pflege gemeinsam. Auch das ein Novum: "Früher waren diese Bereiche sehr stark getrennt", so Kurdow.

Der Pfad legt genau fest, was zu welchem Zeitpunkt der Behandlung geschieht. Welches Medikament wird wann verabreicht? Welche Laboruntersuchungen werden gebraucht, welche sind verzichtbar? Wann verlässt der Patient die Intensivstation? Wann wird er entlassen? Alle Schritte - von der Aufnahme bis zur Entlassung - sind auf einem Zettel, der, "Pfadkurve", aufgeführt, jeder Schritt wird sowohl vom Arzt als auch von der Pflege abgezeichnet.

"Das System bedeutet aber nicht, dass es hier Fließbandarbeit gibt", betont Kurdow. "Natürlich kann man jederzeit den klinischen Pfad verlassen, wenn es die individuelle Verfassung des Patienten verlangt und flexibel reagieren." Doch  alle Pfadabbrüche werden dokumentiert und alle Abbrüche am Ende des Quartals analysiert. "Das ist entscheidend für unsere Qualitätssicherung", sagt Kurdow.

Wenn zum Beispiel in 15 von 30 Fällen Nachblutungen aufträten, falle dies direkt ins Auge und man könne gezielt den Ursachen auf den Grund gehen. Wenn sich herausstelle, dass Patienten reihenweise höhere Medikament-Dosierungen bräuchten, könne der Pfad entsprechend angeglichen werden. "Es ist ein lernendes System", so Kurdow. Weitere Vorteile seien die gute Übersicht, insbesondere für Berufsanfänger und Studenten am Lehrkrankenhaus, und die gute Überprüfbarkeit. "Wir können auf einen Blick sehen, ob wir alles erledigt haben", erklärt Heike Weber, pflegerische Leitung der zentralen Aufnahme. Etwaige "Freistil"-Entscheidungen des behandelnden Arztes gebe es nun nicht mehr.

Zudem vermeide man nun doppelte Schreibarbeiten. Bislang fertigten Ärzte und Pflegepersonal separate Patientenbögen an. stellten zum Teil identische Fragen, mussten Daten, Diagnostiken und Anordnungen von einem auf den anderen Bogen übertragen. "Jetzt gibt es nur noch einen Bogen und damit viel weniger Zeitaufwand", sagt Dr. Anne Rötz, Assistenzärztin in der Klinik 1. Die gewonnene Zeit kann so unseren Patienten zugute kommen."

Erweist sich das neue System nach seiner Probephase als die gewünschte Verbesserung, soll es auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden: etwa auf Dickdarm- oder Lungen-Teilentfernungen.

Quelle: Westfälische Rundschau 23.06.2009